Erhellende queere Ausstellungen für dunkle Wintertage

In zahlreichen Museen und Galerien kannst du in Berlin klassische und zeitgenössische Kunst kennenlernen – oftmals sogar mit queerem Fokus. Annabelle Georgen, Kulturredakteurin des queeren Stadtmagazins SIEGESSÄULE, verrät hier, welche Ausstellungen du im Winter und Frühjahr 2022 nicht verpassen solltest!

Die erste Ausstellung im Schwulen Museum mit Schwerpunkt inter*: "Mercury Rising".

Mercury Rising

Mit „Mercury Rising“ präsentiert das Schwule Museum das erste Mal in seiner Geschichte eine Ausstellung, die den Fokus auf die inter* Bewegung in Gesellschaft, Kunst und Kultur richtet. Den Clou der Schau bildet die multimediale Raumstation „Mercury Rising“ des Duos Giegold & Weiß, die Stimmen von inter* Menschen sichtbar und hörbar macht.

Mercury Rising – Inter* Hermstory[ies] Now and Then
Bis 25.04.2022
Im Schwulen Museum, Lützowstraße 73, 10785 Berlin-Tiergarten
U Nollendorfplatz
Website vom Schwulen Museum

Erzählt auf interaktive und kreative Weise die Verflechtung Berlins mit der Welt: "Berlin Global" im Humboldt-Forum.

Berlin Global

Das Humboldt Forum befindet sich im neu gebauten Berliner Stadtschloss. In seiner großen Dauerausstellung „Berlin Global“ wird nicht etwa die Geschichte der Hauptstadt erzählt, sondern die Verflechtung Berlins mit der Welt – auf eine sehr kreative und interaktive Weise. Der Schau beschäftigt sich mit Themen wie „Revolution“, „Mode“ und „Freiräumen“ – und dabei immer wieder auch mit Genderfragen. Die Historikerin Katja Koblitz vom Lesbenarchiv „Spinnboden“ bietet auf Anfrage eine lesbisch-feministische Führung durch die Ausstellung an.

Berlin Global
Bis auf Weiteres
Im Humboldt Forum, Schlossplatz, 10178 Berlin-Mitte
U Museumsinsel
Website der Ausstellung Berlin Global
Website vom Humboldt Forum
Website vom Spinnboden

Crush

Das Finnland-Institut präsentiert die Werke von zehn internationalen Künstler*innen rund um die Themen Begehren und queere soziale Ausgrenzung. Die Ausstellung wurde von der in Berlin lebenden queeren Künstlerin Alana Lake kuratiert.

Crush
Bis 02.04.2022
Ausstellung des Finnland-Institut in Deutschland bei Feld + Haus Projects, Seestraße 131, 13353 Berlin-Wedding
S Beusselstraße
Website vom Finnland-Institut

Neueröffnung: Die schwule "Galerie P6" präsentiert in Schöneberg internationale Künstler.

Urban Clash

Die schwule „Galerie P6“ hat während der Pandemie mitten im schwulen Kiez Schönebergs ihre Pforten geöffnet. Unter dem Titel „Urban Clash“ präsentiert Kurator und Künstler Erling Viktor ab Mitte April die Werken von Künstler*innen aus Berlin, Kopenhagen, Teheran und Paris.

Urban Clash
Ab Mitte April
In der Galerie P6, Gossowstraße 6, 10777 Berlin-Schöneberg
Website der Galerie P6

Kunst und Mode sind Themen von "Modebilder – Kunstkleider" in der Berlinischen Galerie.

Modebilder – Kunstkleider

Viele Fotografien und Gemälde der Sammlung der Berlinischen Galerie setzen sich mit der Mode des 20. Jahrhunderts auseinander. Die Ausstellung „Modebilder – Kunstkleider“ rund um das Verhältnis von Kunst und Mode wird mit ikonischen Kleidungsstücken ergänzt. Darunter zahlreiche Outfits des schwulen Berliner Fotografen Rolf von Bergmann, die erstmals ausgestellt werden.

Modebilder – Kunstkleider
Bis 30.05.2022
In der Berlinischen Galerie, Alte Jakobstraße 124-126, 10969 Berlin-Kreuzberg
Website der Berlinischen Galerie

Auf den "zweiten Blick" werden queere Bezüge auch in älterer Kunst deutlich – zu sehen im Bode-Museum.

Der zweite Blick – Spielarten der Liebe

Die Ausstellungsreihe „Der zweite Blick“ besteht aus thematischen Routen, die ermöglichen, unbekannte Aspekte innerhalb der Dauerausstellung des Bode-Museums zu entdecken. Der erste Teil der Reihe, „Spielarten der Liebe“, wurde zusammen mit dem Schwulen Museum entwickelt und beleuchtet die künstlerische und gesellschaftliche Beschäftigung mit queeren Sexualitäten und Identitäten in vergangen Epochen. Fünf Routen befassen sich mit den Werken von homosexuellen Künstlern, mit der Darstellung von erotischer Liebe unter Frauen und mit Mehrdeutigkeiten im Hinblick auf die Geschlechtszugehörigkeit.

Spielarten der Liebe
Bis auf Weiteres
Im Bode-Museum, Am Kupfergraben, 10117 Berlin-Mitte
Website vom Bode-Museum

Erinnerungen an eine Diva

Während seiner Karriere hat der schwule Visagist René Koch zahlreiche berühmte Gesichter geschminkt – darunter das der legendären deutschen Sängerin Hildegard Knef. Mit der Ikone der schwulen Community verband ihn eine enge Freundschaft. Zum 20. Jubiläum des Todes von Hildegard Knef widmet ihr Réné Koch nun eine Ausstellung in seinem kleinen Privatmuseum. Besichtigung nur nach Voranmeldung.

Erinnerungen an eine Diva
Bis 31.05.2022
Im Lippenstiftmuseum, Helmstedter Straße 16, 10717 Berlin-Schöneberg
Website vom Lippenstiftmuseum

Eine ganze besondere Beziehung: Zwillinge - "Twins".

Twins

Wie ist es, ein Zwilling zu sein? Keine Beziehung ist seltsamer, faszinierender und schwerer zu begreifen als die Zwillingsbeziehung. Der queere Kunstraum „The Ballery“ zeigt ab dem 22. Februar eine Ausstellung, die sich mit dem Thema aus der Perspektive von Zwillingskünstler*innen auseinandersetzt. „Twins“ wird von den Zwillingsbrüdern Eric und Chris Phillips kuratiert.

Twins
Bis 23.03.2022
In The Ballery, Nollendorfstraße 11, 10777 Berlin-Schöneberg
U Nollendorfplatz
Website von The Ballery

Greg Day dokumentierte die faszinierenden Kostüme von Stephen Varble.

The Gutter Art of Stephen Varble

Der queere Performancekünstler Steven Varble (1946-1984) wurde in den 70er-Jahren durch seine wilden One-Man-Fashionshows in den Straßen New Yorks bekannt. Dabei trug er schrille und provokante Drag-Outfits, die er aus Müll entwarf. Seine legendären Performances wurden von dem Fotografen Greg Day festgehalten. Das Schwule Museum zeigt jetzt eine Auswahl der Fotos zu Varbles Kostümarbeiten.

The Gutter Art of Stephen Varble: Genderqueere Performance-Kunst in Fotografien von Greg Day
Bis 21.03.2022
Im Schwulen Museum, Lützowstraße 73, 10785 Berlin-Tiergarten
U Nollendorfplatz
Website vom Schwulen Museum

Dokumentiert das Leben der Schwarzen LGBTIQ*-Community Südafrikas: Zanele Muholi.

Zanele Muholi

Die Fotografien de*r nicht binären Künstler*in Zanele Muholi sind erstmals in Deutschland in einer umfassenden Werkschau im Berliner Gropius Bau zu sehen. In starken Bilder dokumentiert Zanele Muholi, die*r sich selbst als visuelle*r Aktivist*in definiert, seit 20 Jahren das Leben der Schwarzen LGBTIQ*-Community Südafrikas, die alltäglich mit rassistischer Gewalt und Queerphobie zu kämpfen hat.

Zanele Muholi
Bis 13.03.2022
Im Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin-Kreuzberg
S + U Potsdamer Platz
Website vom Gropius Bau

Weitere Informationen

Interessante Ausstellungsorte stellt dir die Künstlerin Sanne Est auch in diesem Video vor. Schau mal rein!

Und so kommst du hin: Mit dem Queer City Pass erhältst du einen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel – und obendrauf noch Rabatt bei vielen Partnerunternehmen!

Abonniere den Instagram-Kanal von Place2be.Berlin für aktuelle Infos und Eindrücke aus der Stadt!

Interessante queere Locations überall in Berlin zeigt dir der Place2be.Berlin-Stadtplan.

Eine komplette Übersicht über alle Veranstaltungen für jeden einzelnen Tag findest du auf den Terminseiten der SIEGESSÄULE, Berlins großem queeren Stadtmagazin.

Ein Projekt der SIEGESSÄULE
Gefördert durch