Lesbisches Berlin: So erlebst du Berlin wie eine Berlinerin!

Wenn Place2be.Berlin-Autorin Lena Braun verreist, möchte sie auf keinen Fall auf dem Trockenen sitzen. Ihr Ziel: Ein Wochenende, an dem alles im Fluss ist. Voller Spaß, Romantik, gutem Essen und toller Drinks. Hier verrät sie, was sie machen würde, wenn sie zwei Tage Zeit hätte, Berlin zu entdecken. Immer mit Blick auf die lesbischen Seiten der Stadt, und immer in Wassernähe, denn egal ob Fluss, Kanal oder See, das Wasser bringt sie zum Träumen!

Berlin aus neuer Perspektive aus entdecken: Vom Wasser aus!

Tag 1, morgens: Aufs Wasser

Am ersten Tag erkunden wir Berlin vom Wasser aus und düsen auf einem Schiff durch die Stadt. Berlin hat zwei große Flüsse, die Spree, die das Zentrum in Bögen durchfließt, und die Havel im Westen. Dazu massenhaft Kanäle wie den Landwehrkanal und zauberhafte Seen, auf denen Ausflugsdampfer und Passagierschiffe unterwegs sind. Während uns an Deck der Wind durch die Haare flattert, hören wir Anekdoten aus dem Stadtleben zu. Das Handy brauchen wir nicht, stattdessen haben wir beide Hände frei für unsere Liebste. Für mich ist das eine wunderbar gechillte Art, in Berlin anzukommen. Und meiner Meinung nach hat die sechzig-minütige Bootfahrt der Schifffahrtsgesellschaft „BWSG“ genau die richtige Länge. Wählen können wir zwischen dem Cabrioschiff „BärLiner“ oder dem Zwei-Deck-Schiff „Belvedere“. Die Fahrt für uns zu den Berliner Postkartenmotiven: Dem Berliner Dom und dem Nikolaiviertel, dem Fernsehturm, dem Bundeskanzleramt, der Museumsinsel und dem Haus der Kulturen der Welt. Danach fühle ich mich immer wie neugeboren. Und manchmal überkommt mich das Verlangen, auf einem Schiff anzuheuern und gleich die ganze Welt zu umsegeln.

BWSG
Anlegestelle: Alte Börse/Hackescher Markt
Burgstraße 27, 10178 Berlin-Mitte
S Hackescher Markt
Website der BWSG

Ein Wahnsinnsblick: Vom Restaurant "Sphere" in der Kuppel des Fernsehturms.

Tag 1, am späten Nachmittag: In die Luft

Nach der Bootstour setzen wir noch eins drauf – und wagen es, Berlin aus der Vogelperspektive zu betrachten. Denn das ist der ultimative Kick! Ja, wir dinieren an unserem ersten Berlintag hoch in der Luft, an einem ganz besonderen Ort, nämlich im Drehrestaurant „Sphere“, auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz. Nur hier, in 207 Metern Höhe, gibt es diesen einzigartigem, atemberaubenden Panoramablick über die ganze Stadt. Auf knallroten Ledersesseln fühlen wir uns wie in einem James-Bond-Film – doch dies ist die Realität! Zur Auswahl stehen im „Sphere“ zahlreiche vegetarische Gerichte, die begeistern. Und weil sich das Restaurant um die eigene Achse dreht, sehen wir beim Essen ständig Neues. Und falls uns nach dem Essen die Lust auf einen Drink überkommt, besuchen wir einfach noch die Bar 203 auf der 360-Grad-Aussichtsetage.

Restaurant Sphere
Im Fernsehturm, Panoramastraße 1A, 10178 Berlin-Mitte
S+U Alexanderplatz
Website des Restaurants Sphere

Spektakuläre Theater-Inszenierungen: Das Berliner Ensemble.

Tag 1, abends: Ins Herz der Stadt

Wieder auf dem Berliner Boden angelangt, schlendern wir nun am Wasser entlang, um das Herz der Stadt zu entdecken: Mitte. Barrie Kosky, der Intendant der „Komischen Oper“, hat für uns eine Delikatesse zubereitet, im „Berliner Ensemble“. Wir schlauen Füchse haben uns Karten vorbestellt und genießen heute Abend die neue, unglaubliche, queere Version der Dreigroschenoper! Brechts Stück wird seit 2021, genau 93 Jahre nach ihrer Uraufführung, wieder am Originalschauplatz gezeigt. Langsam geht nun der Mond auf, wir schweben über ein paar Brücken und schon sind wir da, denn das „Berliner Ensemble“ steht direkt am Wasser. Kathrin Wehlisch spielt eine Hosenrolle, den berüchtigten Tiger-Brown, die Huren von Turnbridge sind ganz klar eigentlich Jungs und auch bei den Bettlern geht’s ganz schön queer zu. Wir möchten am liebsten mitsingen und applaudieren uns die Hände wund, dann hebt uns der Mittemond mit seinen Strahlen empor und macht uns bereit für den Drink danach.

Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin-Mitte
S+U Friedrichstraße
Website vom Berliner Ensemble

Tolle Drinks aus exzellenten Zutaten: Die Sharlie Cheen Bar.

Tag 1, nachts: Drinks am Rosi

Nach diesem Theaterstück brauchen wir eine gutaussehende Bar, groß und geräumig, mit Drinks, die aus hochwertigen Zutaten wirklich perfekt zubereitet sind. Darum auf, wir pilgern zur „Sharlie Cheen Bar“, die liegt direkt am Rosenthaler Platz. Für die besten Plätze sollten wir vorbestellen. Sharlie Cheen, nach dem die Bar benannt ist, ist ein fiktiver Playboy, dessen Tagebuch das Menü darstellt. Ihr werdet sehen, die Shaker fliegen nur so über den Tresen und ihr werdet einen wahren Rausch erleben und genießen.

Sharlie Cheen Bar
Brunnenstraße 196, 10119 Berlin-Mitte
U Rosenthaler Platz
Website der Sharlie Cheen Bar

Gemütliches Ambiente für ein ausgiebiges Frühstück: Das "Nah am Wasser" in Neukölln.

Tag 2, am späten Vormittag: Nach Neukölln

Nach dem Tag in Mitte gestern geht es heute ins Hipster-Viertel Neukölln. Am Wasser entlang laufen wir zu einem verführerisch guten Frühstückslokal, direkt am Neuköllner Schifffahrtskanal. Ich will ehrlich sein: Es gibt dort sogar zwei Lokale und beide sind cool. Ihr müsst nur einen Platz ergattern! Das „Nah am Wasser“ ist ein modernes Café mit urbanem Ambiente, es bietet Kaffee mit hauseigener Bio-Röstung, ganztags Frühstück und dazu ein hervorragendes, opulentes Mittagsmenü. Aber ich liebe auch die frischen Brötchen, Teilchen und das exzellente Käsefrühstück im „Zimt und Mehl“. Das charmante Café gibt es schon ewig und drei Tage, es hat eine große Terrasse direkt am Wasser und serviert mediterrane bis orientalische Frühstücke und eine extrem frische Bistroküche.

Nah am Wasser
Kiehlufer 55, 12059 Berlin-Neukölln
Bushaltestelle Wildenbruchplatz
Instagram-Kanal vom Nah am Wasser

Zimt & Mehl
Weigandufer 16, 12045 Berlin-Neukölln
Bushaltestelle Wildenbruchplatz
Website vom Zimt & Mehl

Treffpunkt von "Kings, Queens und criminal Queers": Das Silver Future in Neukölln.

Tag 2, abends: In die Weserstraße

Und wenn es Abend wird, gehen wir in die beste queere Cocktailbar der Stadt. Sie ist winzig und liegt in der Neuköllner Weserstraße. Es handelt sich um keinen überlaufenen Touri-Schuppen, sondern um eine hübsche Bar mit Stil. Die Inhaberin ist eine von uns – und sie kann dir genau den Drink machen, der zu dir und deiner Stimmung passt. Das müsst ihr ausprobieren, es ist wie im Film-Klassiker „Chocolat“, in dem eine wunderschöne Frau einen mexikanischen Teller dreht und damit herausfindet, was die Lieblings-Dolce ihrer Kund*innen ist. In der „Thelonious Bar“ klappt das auch: Sag wie du dich fühlst und was dir schmeckt und du bekommst genau das Richtige serviert! Wenn du danach noch nicht genug hast, hopp!, runter vom Barhocker, und einfach die Straße weiterlaufen, dann kommt gleich das „Silver Future“, ein cooler Treffpunkt für Kings, Queens und Queers, mit herrlich buntem Ambiente. Lass einfach los und fühl dich ganz wie zu Hause.

Thelonious Bar
Weserstraße 202, 12047 Berlin-Neukölln
U Hermannplatz
Instagram-Kanal der Thelonious Bar

Silver Future
Weserstraße 206, 12047 Berlin-Neukölln
U Hermannplatz
Instagram-Kanal vom Silver Future

Weitere Informationen

Hast du Lust auf eine Entdeckungstour durch Berlin bekommen? Dann schau dir doch unsere Videos an. Tarik Tesfu führt dich hier durch Berlin-Mitte und Henri Jakobs hier durch Neukölln!

Und so kommst du hin: Mit dem Queer City Pass erhältst du einen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel – und obendrauf noch Rabatt bei vielen Partnerunternehmen!

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Interessante queere Locations überall in Berlin zeigt dir der Place2be.Berlin-Stadtplan.

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