Kunstgenuss garantiert: Diese Berliner Museen begeistern regelmäßig die queere Community

Lust auf Kunst? In Berlins vielen großen und kleinen Museen kannst du eigentlich immer interessante Ausstellungen entdecken. Die greifen oft auch Themen von Lesben, Schwulen und der ganzen queeren Community auf. Annabelle Georgen ist Kulturredakteurin von Berlins großem queeren Stadtmagazin SIEGESSÄULE. Hier verrät sie dir, für welche Museen du fast schon eine Dauerkarte kaufen kannst, weil sie so häufig auf einen queeren Fokus setzen!

Zeigt Kultur, Kunst, Geschichte und vor allem den Aktivismus der queeren Community: Das "Schwule Museum"

Schwules Museum

Das „Schwule Museum“ im Tiergartenviertel ist weltweit die größte und älteste Institution für queere Geschichte und Kultur. Gegründet wurde es schon im Jahr 1985. Aus einem einst rein schwulen Projekt hat es sich im Laufe der Zeit zu einem Ausstellungshaus entwickelt, das der gesamten queeren Community und ihrer Kultur, Kunst, Geschichte und vor allem ihrem Aktivismus gewidmet ist. Nicht zuletzt deshalb ist ein Besuch im „Schwulen Museum“ quasi ein absolutes Muss bei deinem Berlin-Besuch!

Schwules Museum
Lützowstraße 73, 10785 Berlin-Tiergarten
U Nollendorfplatz
Website vom Schwulen Museum

Das "C/O Berlin" im "Amerika-Haus" zeigt regelmäßig queere internationale Starfotograf*innen

C/O Berlin

Das „C/O Berlin“ ist der Fotografie und visuellen Medien gewidmet und für mich eines der spannendsten Ausstellungshäuser in Berlin. Es befindet sich nur ein paar Schritte von Bahnhof Zoo entfernt, im sogenannten „Amerika-Haus“, einem edel glänzenden Stück moderner Architektur. Im Rahmen seines üppigen Ausstellungsprogramms zeigt das „C/O“ die Werke bedeutender deutscher und internationaler Künstler*innen, darunter queerer Starfotograf*innen wie Annie Leibovitz, Nan Goldin oder Robert Mapplethorpe. Gut zu wissen: Die Vernissagen im „C/O“ sind legendär, handelt es sich doch um echte Elektro-Klubnächte. Und eine Ausstellung kannst du dir jetzt schon gut im Kalender eintragen: Unter dem Titel „Queerness in Photography“ präsentiert das „C/O Berlin“ vom 17. September 2022 bis zum 21. Januar 2023 drei Ausstellungen gleichzeitig, die sich mit der Darstellung von queeren Identitäten und sexueller Orientierung beschäftigen.

C/O Berlin
Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin-Charlottenburg
U Zoologischer Garten
Website vom C/O Berlin

Heimat von Berliner Künstler*innen: Die "Berlinische Galerie".

Berlinische Galerie

Die „Berlinische Galerie“, das Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, sammelt in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute. Namenhafte queere Künstler*innen werden hier ausgestellt, darunter die queere US-Fotografin Nan Goldin, die zeitweise auch in Berlin lebte, oder die lesbische Berliner Zeichnerin und Malerin Jeanne Mammen. Das Museum besitzt eine großartige Sammlung von den Nazis diffamierend als „entartet“ bezeichneter Kunst. Dazu zählen Gemälde von Felix Nussbaum, Otto Dix und Wassily Kandinsky. Andere Themen, denen sich die „Berlinische Galerie“ widmet, sind Dada Berlin, die Neue Sachlichkeit und die osteuropäische Avantgarde. Die „Berlinische Galerie“ verfügt auch über die spannende permanente Online-Ausstellung „Out and About“ der queeren Exponate ihrer Sammlung. Übrigens: In der aktuellen Ausstellung „Modebilder – Kunstkleider“, die noch bis zum 30. Mai 2022 zu sehen ist, werden auch Fotografien des queeren Dragkünstlers und Fotografen Rolf von Bergmann gezeigt.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128 10969 Berlin-Kreuzberg
U Moritzplatz oder U Kochstraße
Website von der Berlinischen Galerie

Von außen super modern, von innen klassisch: Die "Gemäldegalerie" zeigt Malerei seit dem 13. Jahrhundert.

Gemäldegalerie

Die im Jahr 1830 gegründete Gemäldegalerie verfügt über eine unglaublich reiche Sammlung europäischer Malerei. Ein fast 2 Kilometer langer Rundgang führt durch Werke aus sechs Jahrhunderten. Die Schwerpunkte der Sammlung bilden die deutsche und italienische Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts sowie die niederländische Malerei des 15. bis 17. Jahrhunderts. Meisterwerke von Bruegel, Dürer, Botticelli, Tizian, Rubens, Cranach, Vermeer oder Rembrandt sind hier ausgestellt. Einer der Schätze des Museums ist das weltweit berühmte frühbarocke Gemälde „Amor als Sieger“ des schwulen Meisters Caravaggio.

Gemäldegalerie
Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten
U Potsdamer Platz
Website der Gemälde Galerie

Immer wieder wird auch der schöne Lichthof des "Gropius Baus" zum Ausstellungsort.

Gropius Bau

Der Gropius-Bau ist gleichzeitig der Kulturgeschichte, der zeitgenössischen Kunst und der Fotografie gewidmet. Schon Architektur und Standort spiegeln die Zerrissenheit der Geschichte Berlins wider: Das imposante, im Stil der Renaissance errichtete Gebäude steht direkt neben Resten der Berliner Mauer. Seine enormen Ausmaße erlauben dem Museum, große und immersive Ausstellungen zu beherbergen. Namhafte internationale Künstler*innen wie Olafur Eliasson, Yayoi Kusama oder Anish Kapoor haben dort spektakuläre Ausstellungen konzipiert. Eine der letzten queeren Perlen des Ausstellungsprogramm war die Retrospektive von Zanele Muholi aus Südafrika.

Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin-Kreuzberg
U Potsdamer Platz
Website vom Gropius Bau

Weitere Informationen

Und so kommst du hin: Mit dem Queer City Pass erhältst du einen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel – und obendrauf noch Rabatt bei vielen Partnerunternehmen!

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Interessante queere Locations überall in Berlin zeigt dir der Place2be.Berlin-Stadtplan.

Eine komplette Übersicht über alle Veranstaltungen für jeden einzelnen Tag findest du auf den Terminseiten der SIEGESSÄULE, Berlins großem queeren Stadtmagazin.

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